Grußwort

Liebe Leserin, lieber Leser,

einige heiße Tage liegen hinter uns; dazwischen Gewitter und prasselnder Regen. Immer öfter wird uns klar, dass das etwas mit dem Klimawandel zu tun hat. Man muss schon ziemlich dumm sein, wenn man den noch leugnen würde. Und doch ist auch Sommer. Nach dem sehnen wir uns ja gewöhnlich auch. In diesem Jahr, nach der langen Corona-Zeit, vielleicht noch mehr als sonst. Zwar müssen die Schülerinnen und Schüler noch eine Weile auf die Ferien warten, doch wer kann, sucht wenigstens schon mal am Wochenende das Weite oder fährt ans Meer. Gott sei Dank können uns ja in den letzten Wochen die Corona-Zahlen auch ein wenig hoffnungsvoller stimmen. Weniger Menschen stecken sich an; weniger Erkrankte müssen ins Krankenhaus. Alle, die in Krankenhäusern arbeiten, werden froh sein und können vielleicht ein wenig durchatmen. Und wie mag es Ihnen gehen? Ich hoffe, Sie kommen gut durch die Zeit. Ich hoffe, Sie haben Kraft für alles, was Kraft kostet: Homeoffice und Kinder, die nach der Mama rufen; die Einsamkeit des Studiums, das nur online stattfindet; die Betreuung des altgewordenen Vaters, der in seiner Demenz die Welt nicht mehr versteht. Im Evangelium dieses 13. Sonntags im Jahreskreis lesen wir, wie Jesus die Not verschiedener Menschen sieht und hilft. Ihn haben wir bei uns auch in diesen Sommertagen, egal, ob wir bei der Arbeit schwitzen oder im Urlaub die Seele baumeln lassen. Dass sie diese Nähe spüren und Kraft aus ihr schöpfen, wünsche ich Ihnen! Seien Sie herzlich gegrüßt, Ihr
Propst Reinhard Heine