Grußwort

Liebe Gemeinde,

wie verschieden Geschwister sein können, sehe ich, wenn ich meine eigenen Geschwister sehe. Jeder von uns hat seine Eigenarten, Ansichten, geht auf eigene Weise mit bestimmten Situationen um. Das ist einerseits gut so, kann aber andererseits ein Miteinander auch schon mal schwieriger machen. Auch in der Gemeinde, an die der Apostel Paulus sich in der Lesung dieses Sonntags aus dem Römerbrief wendet, stellt er fest, wie groß die Unterschiede und Gegensätze sind. Und Paulus sieht die Gefahr, dass eine Gemeinde, die zu zerstritten ist, ihren Auftrag nicht erfüllen kann, nämlich den Gott der Geduld und des Trostes zu bezeugen. So fordert er die Gemeinde zur Einmütigkeit auf. „Darum nehmt einander an, wie auch Christus uns angenommen hat, zur Ehre Gottes.“ Die Erfahrung dieses Gottes sollte die Menschen in der Gemeinde verbinden. Das Erkennen, dass sie alle diesem Gott unendlich viel zu verdanken haben, zum Beispiel, dass er seine Versprechen ihnen gegenüber hält. Auch wir heute sind zu diesem Zeugnis aufgefordert, bei aller Verschiedenheit und Buntheit in unseren Gemeinden. Und sicher ist es gut, wenn wir auch in unseren Familien bei aller Verschiedenheit das Verbindende entdecken können und pflegen. Ich wünsche Ihnen einen gesegneten 2. Advent und grüße Sie herzlich, Ihr

Propst Reinhard Heine