Grußwort

Liebe Gemeinde,

ein wunderschönes Bild begegnet uns in der Lesung aus dem Buch Jesaja an diesem Sonntag. Es spricht von einem Festmahl auf einem Berg, zu dem Gott die Menschen aller Völker und Sprachen am Ende der Tage versammeln wird. Die besten Speisen und Weine wird es geben. Keine Missverständnisse, kein Neid, keine Eifersucht wird die Menschen voneinander trennen. Der Tod wird überwunden sein. Es gibt keinen Grund für Tränen mehr, von Freudentränen abgesehen. Ich liebe diesen Text. Vor vielen Jahren hat ein Maler aus Haiti ihn in einem Hungertuch von Misereor in die damalige Zeit umgesetzt. Anlässlich meiner Priesterweihe habe ich es vor 36 Jahren auf mein Primizbild drucken lassen. Das wünsche ich mir für mich, für Sie, für alle Menschen dieser Erde, dass die Zeit kommt, da der Tod überwunden ist, und alle Menschen im Frieden miteinander und mit Gott sein können. Gott muss das machen und wird das machen. Davon ist der Prophet Jesaja überzeugt. Jesus spricht in diesem Zusammenhang vom Reich Gottes. Doch das soll nicht nur irgendwann später da sein, sondern es soll hier und heute anfangen. Dazu können und sollen wir alle beitragen. Tun wir, was wir können! Herzlich grüße ich Sie, Ihr

Propst Reinhard Heine