Wie sehe ich die Welt?
Liebe Schwestern und Brüder, liebe Gäste in St. Aegidien,
die Kraft von Negativ-Nachrichten ist um ein Vielfaches höher als
die Kraft von guten Nachrichten. Das kann in unseren Herzen und Seelen dazu führen, dass die vielen Nachtrichten aus der Welt einfach nur traurig machen. Zugleich kommen die vielen schweren Situationen im eigenen Leben dazu, die das Leben zusätzlich belasten.
Christliche Hoffnung leugnet die Schwierigkeiten des Lebens und der Welt nicht. Zugleich schenkt die Auferstehung Jesu, die wir an Ostern feiern, Mut für einen anderen Blick auf die Welt und das Leben. Wunderbar ausgedrückt hat es der frühere Bischof von Aachen, Klaus Hemmerle:
Ich wünsche uns Osteraugen, die im Tod bis zum Leben sehen,
in der Schuld bis zur Vergebung, in der Trennung bis zur Einheit,
in den Wunden bis zur Heilung.
Ich wünsche uns Osteraugen, die im Menschen bis zu Gott,
in Gott bis zum Menschen, im ICH bis zum DU zu sehen vermögen.
Und dazu wünsche ich uns alle österliche Kraft und Frieden,
Licht, Hoffnung und Glauben, dass das Leben stärker ist als der Tod.
Klaus Hemmerle (+1994)
Von Herzen wünsche ich uns ein frohes und gesegnetes Osterfest. Möge es uns Hoffnung schenken und die Welt und das Leben mit österlichen Augen sehen lassen.
Propst Martin Tenge
© Rainer Sturm / pixelio.de






