Stell dir vor: Es ist der Auferstandene!
Liebe Schwestern und Brüder, liebe Gäste in St. Aegidien,
Ostern schon wieder schnell vergangen und durch den Alltag abgelöst. Und doch ist noch Osterzeit – genau mit dem Gedanken, den Auferstandenen im Alltag zu finden.
Stellen Sie sich vor, ER, der Auferstandene, steht mit Ihnen morgens auf und ist einfach da. Stellen Sie sich vor, ER begleitet Sie zur Arbeit, zum Einkaufen, zur
Verabredung oder bei der Haushaltsarbeit. Stellen Sie sich vor, in jedem Menschen, den
Sie treffen, begegnet Ihnen der Auferstandene. Stellen Sie sich vor: jede Situation ist ein-
getaucht in den auferstandenen Herrn… Das würde unseren Alltag mit einem neuen,
hoffnungsvollen Blick versehen und ihn wandeln. Selbst wenn der Alltag verwundet sein sollte: es ist der Auferstandene, der selbst durch die Wunden des Lebens gegangen ist und mir zusagt: Ich bin bei dir!
Dieser Auferstandene des Alltages hilft mit, aufzustehen gegen den Pessimismus, gegen die schlechten gemachten Erfahrungen und gegen die Kraftlosigkeit, wenn mein Inneres mir eigentlich sagt: ich will aufstehen und auf die Herausforderung zugehen, vor der ich mich bislang gedrückt habe. So lässt der Auferstandene auch mich auf-er-stehen – mitten im Alltag. Stell dir vor: es ist der Auferstandene.
Frohe, österliche Grüße,
Propst Martin Tenge
© Rainer Sturm / pixelio.de







