Katholische Pfarrgemeinde St. Aegidien

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Teile an die Hungrigen dein Brot aus; nimm die obdachlosen Armen ins Haus auf, wenn du einen Nackten siehst, bekleide ihn, und entziehe dich nicht deinen Verwandten!“ Die Lesung an diesem 5. Sonntag im Jahreskreis aus dem Buch Jesaja beginnt mit einigen klaren Ansagen. Tu all das, und du wirst Gott an deiner Seite haben. Das alles klingt einfach, und wir alle hören ja von Kindheit an, dass zu unserem Christsein die Liebe zum Nächsten unverzichtbar dazugehört. Doch wir alle wissen auch, dass das mit diesem Lieben und Gutes Tun nicht so einfach ist. Mit anderen teilen, wenn es bei mir selber durch die steigenden Preise schon enger wird? Flüchtlinge aus der Ukraine und Asylsuchende aus allen möglichen Ländern bei uns aufnehmen, in unserer Stadt, wo doch bezahlbarer Wohnraum auch schon so immer knapper wird? Sich Verwandten nicht entziehen, die sich vielleicht ewig nicht bei mir gemeldet haben, und die nun auf der Matte stehen, weil sie meine Hilfe brauchen? In unserer Lesung ist der Prophet ganz klar. Sicher hält er seine Predigt, weil er weiß, wie schwer es ist großzügig und liebevoll zu sein. Doch er weiß auch, dass der Mensch nur in Gemeinschaft mit anderen wirklich Mensch sein kann. Und für ihn ist es keine Frage, dass der Mensch nur in guter Gemeinschaft mit Gott sein kann, wenn er bereit ist, denen zu helfen, die in Not sind. Ihnen wünsche ich eine gute Zeit,

Ihr Propst Reinhard Heine  

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