Grußwort

Liebe Gemeinde,

an diesem Weißen Sonntag und am folgenden Sonntag feiern wir in zwei Kirchen unserer Gemeinde Erstkommunion. Die Kinder und ihre Eltern freuen sich auf ein großes Fest. Jugendliche unserer Gemeinde bereiten sich auf die Firmung vor. Bei einem Treffen mit ihnen habe ich festgestellt, dass sie sich ernsthaft mit Fragen des Glaubens und der Kirche auseinander setzen. Es ist gut, wenn das nicht nur die Kommunionkinder und ihre Eltern und unsere Firmanden tun. Nein, ich denke, es ist gut, wenn wir alle uns immer wieder mit unserem Glauben und unserem Verhältnis zur Kirche auseinandersetzen. Beim Glauben geht es nicht nur um ein schönes Fest, so wichtig es auch ist, dass wir gerade das Osterfest gefeiert haben. Der Glaube an Christus betrifft unser ganzes Leben. Wie verstehen wir unser Leben? Worin sehen wir den Sinn unseres Lebens? Die Lesung dieses Sonntags aus der Apostelgeschichte macht das ganz konkret. Sie erzählt davon, wie die ersten Christen aus dem Glauben heraus ganz eng zusammengerückt sind. Sie verkaufen ihre Habe; jeder bekommt aus dem Erlös, was er zum Leben braucht. Wichtig ist für sie das gemeinsame Gebet. Was wir da lesen, klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Wir können sicher sein, dass die ersten Gemeinden auch nicht die perfekte heile Welt waren. Aber der Blick auf sie, kann auch für uns heute ein Impuls sein. Leben wir unseren Glauben so, dass er andere einlädt, beispielsweise unsere Kommunionkinder und ihre Eltern und unsere Firmanden?

Herzlich grüße ich Sie, Ihr

Propst Reinhard Heine