Grußwort

Liebe Gemeinde,

„ich habe nicht genug gebetet“. Immer wieder mal höre ich bei der Beichte diese Feststellung. Und ich selber habe natürlich auch schon oft genug am Ende eines Tages gedacht, hättest dir ja mehr Zeit fürs Gebet genommen haben können. Aber oft genug ist das sicher nicht nur eine Zeitfrage. Wie soll ich beten? Worum soll ich beten? Solche und andere Fragen sind auch da. Schon die Jünger waren da unsicher. Sie wenden sich an Jesus, und der lehrt sie dann das große Gebet, dass wir ja bis heute beten, das „Vater unser“. In einer Lesung aus dem Römerbrief stellt der Apostel Paulus fest: „wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen.“ Natürlich kennt er das „Vater unser“. Aber er sieht, dass wir mehr brauchen für die Kontaktpflege mit Gott, für das Gespräch mit ihm. Und er weiß, wer helfen kann und muss: der Heilige Geist. „Der Geist nimmt sich unserer Schwachheit an“ schreibt er. Er hilft uns, zu beten. Der Heilige Geist lässt uns hoffentlich entdecken, wofür wir Gott danken sollten. Und er hilft uns hoffentlich, Gott alle Freiheit zu lassen, indem wir sagen: dein Wille geschehe. Von Jesus wissen wir, dass es nicht viele Worte braucht beim Beten, sondern eher Vertrauen. Herzlich grüße ich Sie, Ihr

Herzlich grüße ich Sie, Ihr

Propst Reinhard Heine