28. November
Berta, Stephan, Jakob

Tagesevangelium:
Lk 21, 29-33 »

Seien Sie herzlich willkommen!


Liebe Gemeinde,

„Reiß den Himmel auf, und komm herab!“- mit einem flehenden Appell gehen wir in die Zeit des Advent. Wir hören ihn in der Lesung dieses Sonntags aus dem Buch Jesaja. Die Israeliten sind verzweifelt. Sie befinden sich im babylonischen Exil. Dabei sind sie sich ihrer Schuld bewusst. Sie haben gesündigt, haben gemeint, den Gott, der sie einst aus der Sklaverei Ägyptens befreit und in das Gelobte Land geführt hatte, nicht mehr zu brauchen. Nun begreifen sie: ohne ihren Gott können sie nicht leben; und nur er kann ihre Lage verbessern. Und deshalb ihre Bitte: „reiß den Himmel auf, und komm herab!“ Wir beginnen den Advent, gehen nun auf das Weihnachtsfest zu. Und was bewegt uns? Was sind unsere Sehnsüchte? Vielleicht ist da so etwas wie der Wunsch nach Gemütlichkeit und Harmonie. Kinder werden an die Geschenke denken, die sie sich zu Weihnachten erhoffen. All das finde ich nicht verkehrt. Doch es wäre schön, wenn auch so etwas wie Nachdenklichkeit dabei sein könnte, der Wunsch, Christus zu erfahren in meinem Leben in dieser Welt. Der Advent möchte uns dazu einladen, uns auf die Suche nach Christus zu machen, uns für sein Kommen zu öffnen. Und ich bin sicher, dabei ist er uns näher, als wir meinen. Möge uns, neben vielem, was uns auf Weihnachten hin bewegt, auch dieser Wunsch in uns sein und wachsen: „reiß den Himmel auf, und komm herab!“

Herzlich grüße ich Sie, Ihr

Propst Reinhard Heine


 

TAGESSEGEN 

Pfarrer Heinz-Jörg Förg interpretiert jeden Tag kurz das Tagesevangelium und schließt die Betrachtung mit einem Segen für den Tag ab.  

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