26. September
Kosmas und Damian, Justine

Tagesevangelium:
Mt 10, 28-33 »

Seien Sie herzlich willkommen!

 

Liebe Gemeinde,
mögen Sie das, wenn Ihnen jemand sagt, was Sie tun oder lassen sollen? Ich vermute, so ganz gern hat das keiner von uns. Schon Kinder verdrehen die Augen, wenn sie eine elterliche Ermahnung zur Kenntnis nehmen sollen, mag die auch noch so berechtigt sein. Und der Ehemann reagiert auf Hinweise der besten aller Ehefrauen mit einem „ja, ja“. Und das heißt eigentlich „lass mich in Ruhe!“ In der Lesung dieses Sonntags aus dem ersten Brief an Timotheus legt der Apostel Paulus eben diesem eine Menge ans Herz: „strebe unermüdlich nach Gerechtigkeit, Frömmigkeit, Glauben, Liebe, Standhaftigkeit und Sanftmut. Ich gebiete dir bei Gott: erfülle deinen Auftrag rein und ohne Tadel...“. Einiges mehr noch ist dem Paulus wichtig. Wie Timotheus reagiert, erfahren wir nicht. In einem 2. Brief an Timotheus bedankt sich aber Paulus für seinen Glauben. Offensichtlich sind seine Ermahnungen auf offene Ohren gestoßen. Ich glaube, Paulus ist so massiv und drängend, weil ihm so wichtig ist, was er sich von Timotheus erhofft. Ihm selbst ist der Glaube an Christus unendlich wichtig. Er gibt alles, um glaubwürdig für Christus Zeugnis zu geben. Und dass auch Timotheus ein glaubwürdiger Zeuge ist, wünscht er sich. Ich denke, es ist ok, wenn wir anderen sagen, was wir von ihnen erhoffen. Doch natürlich sollten wir ihnen die Freiheit lassen, ihr Leben auf ihre Weise zu leben. Herzlich grüße ich Sie, Ihr

 Propst Reinhard Heine


 

TAGESSEGEN 

Pfarrer Heinz-Jörg Förg interpretiert jeden Tag kurz das Tagesevangelium und schließt die Betrachtung mit einem Segen für den Tag ab.  

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