22. Mai
Julia, Rita, Emil

Tagesevangelium:
Joh 17,1–11a »

Liebe Gemeinde,

allmählich geht die österliche Zeit zu Ende. Nach dem heutigen 7. Sonntag der Osterzeit folgt das Pfingstfest, und dann kommt wieder der Alltag des Kirchenjahres. Einige Wochen lang waren wir eingeladen, uns die Mitte unseres christlichen Glaubens bewusst zu machen und zu feiern: Christus ist von den Toten auferstanden, und auch wir sollen leben über den Tod hinaus. Und diese Botschaft sollen wir auch immer wieder in die Welt hinein bezeugen. Das mit Worten zu tun, ist, so merke ich immer wieder, gar nicht so einfach. Schon für die ersten Jüngerinnen und Jünger Jesu war es ja, wie uns die Osterberichte zeigen, erst mit massiver Hilfe Jesu möglich, einen Zugang zur Auferstehung Jesu zu bekommen. Und erst der Heilige Geist ließ sie eine Sprache finden, ihren Glauben anderen Menschen näher zu bringen. Die Lesung dieses Sonntags aus dem 1. Johannesbrief erinnert uns allerdings daran, dass das nicht nur eine Frage von Worten ist. Die glaubwürdigste Art, den Glauben an die Auferstehung zu bezeugen ist die Tat, nämlich die Tat der Liebe: „wenn Gott uns geliebt hat, müssen auch wir einander lieben!“ Damit uns das gelingt, brauchen wir die Gabe des Heiligen Geistes. Du ich denke, unsere Praxis der Liebe kann auch Impulse geben, wenn wir auch nach der österlichen Zeit Ostern feiern. Und das tun wir ja, wann immer wir uns zur Feier der Eucharistie versammeln.

Herzlich grüße ich Sie, Ihr

Propst Reinhard Heine