01. September
Ägidius, Alois, Ruth

Tagesevangelium:
Lk 4, 31-37 »

Seien Sie herzlich willkommen!


Liebe Gemeinde,
dass die Frauen sich den Männern unterordnen sollen, hören wir in einer Lesung des 21. Sonntags aus dem Epheserbrief. So etwas könne man doch heute gar nicht mehr vorlesen, sagen längst nicht nur Frauen, sondern auch Männer. In der Tat haben ja auch Gedanken wie diese zu einem unseligen Umgang mit Frauen geführt, in der Kirche und in der Gesellschaft. Dass in unserer Lesung dann von den Männern gefordert wird, ihre Frauen zu lieben, wie Christus die Kirche geliebt und für sie sein Leben gegeben habe, macht es für den heutigen Leser auch nicht unbedingt besser und einfacher. Und überhaupt: wenn das Stichwort „Unterordnung“ fällt kommen wir doch gar nicht umhin, an Jesu Fußwaschung zu denken und an seinen Hinweis, seine Jünger seien nicht Knechte für ihn, sondern Freunde. Doch es geht unserer Lesung dann ja auch nicht wirklich um Unterordnung. Er macht sich Gedanken um die Ehe. Mann und Frau machen in ihrer Liebe die Liebe Christi zu den Menschen und zu seiner Kirche anschaulich. Nichts ist Christus wichtiger als diese seine Liebe; nichts und niemand kann ihn von den Menschen trennen. Immer wird er Ihnen und mir die Treue halten. Das ist für mich eine frohe Botschaft. Dagegen passt das Reden von der Unterordnung der Frau einfach nicht mehr in unsere Zeit. Ich vermute, auch Paulus würde das heute nicht mehr so sagen. Herzlich grüße ich Sie, Ihr

Propst Reinhard Heine


 

TAGESSEGEN 

Pfarrer Heinz-Jörg Förg interpretiert jeden Tag kurz das Tagesevangelium und schließt die Betrachtung mit einem Segen für den Tag ab.  

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