30. Juli
Petrus Chrysologus, Ingeborg, Beatrix

Tagesevangelium:
Mt 13,54–58 »

Liebe Gemeinde,

noch einmal halten Sie ein Mitteilungsblatt in der Hand, das für zwei Wochen gilt, nämlich für den Rest der Sommerferien. Vielleicht haben Sie eine Urlaubsreise hinter sich und stecken schon wieder im Alltagsgeschäft. Vielleicht haben Sie aber auch noch eine Reise vor sich oder können es zuhause etwas ruhiger angehen lassen. Egal ob auf Reisen oder zuhause, eine Lesung des 18. Sonntags im Jahr (1.8.) will uns einen Denkanstoß oder so etwas wie eine Suchbewegung ans Herz legen. „Richtet euren Sinn auf das Himmlische und nicht auf das Irdische“, schreibt der Apostel Paulus in seinem Brief an die Kolosser. Für ihn hat der Mensch in Christus ganz neue Chancen auf das große und wahre Glück geschenkt bekommen. Dieses Glück ist die Herrlichkeit des Ewigen Lebens. Die Chance auf dieses Glück sollte der Mensch nicht verspielen. Paulus lädt seine Leser damals und uns heute ein, zu fragen, was uns wichtig ist, was für uns zählt, was wir vielleicht zu wichtig nehmen. Manchmal merken Menschen in einer Krise, was sie an einem Menschen haben, den sie in letzter Zeit zu wenig geschätzt hatten; manchmal merken Menschen in einer Krankheit, wenn sie nicht so können, wie sie es gewohnt sind, dass sie ihre Zeit mit Dingen verbringen, die sie nicht wirklich weiter bringen. Vielleicht kann aber auch ein schöner Spaziergang in diesen Tagen oder die Mitfeier eines Gottesdienst wieder einmal mehr den Blick für das Himmlische frei machen.

Herzlich grüße ich Sie,


Ihr Pfarrer Propst Reinhard Heine